Die Berufsunfähigkeitsversicherung kommt vor anderen

Die Berufsunfähigkeitsversicherung kommt vor anderen

Derzeit besitzen rund ein viertel der Berufstätigen eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Chance oder das Risiko, berufsunfähig zu werden, ist jedoch statistisch gesehen bei eins zu fünf bis vier. Demnach ist das Risiko im Grunde genommen sehr hoch, wenn man der Statistik glauben mag. So wird die BU-Absicherung ganz gewiss nicht mehr nur eine Modeversicherung sein, sondern genauso wichtig wie eine Private Haftpflichtversicherung oder Hausrat-Versicherung gehandhabt werden. Doch die Versicherungsmakler werden hier natürlich noch einiges an Erklärungsbedarf haben und sicherlich nicht ganz so einfach wie in den letzten Jahren eine Kapitallebensversicherung verkaufen können.
In der Tat sollte vom Prinzip her jeder eine BU Police haben, wobei man hier sicherlich auch im Einzelfall differenzieren muss. So müssen beim Policenantrag Gesundheitsfragen beantwortet, die nebenbei bemerkt unbedingt wahrheitsgemäßig auszufüllen sind. Denn wenn an dieser Stelle geschwindelt wird, dann riskiert man den gesamten Versicherungsschutz. Nun kann es natürlich sein, dass jemand im Alter von 40 Jahren schon eine Vorerkrankung hat. Diese gibt er letztlich bei den Gesundheitsfragen an. In aller Regel wird nun die Versicherung eine Berufsunfähigkeit, die aufgrund dieser Vorerkrankung ausgelöst oder begünstigt wird, ausschließen. Somit hätte beispielsweise ein Fliesenleger, der bereits Knie- und Wirbelsäulenschäden hat, wohl kaum noch einen sinnvollen BU Schutz.

Anders ausgedrückt: Je älter man wird, desto wahrscheinlicher werden Vorerkrankungen. Deshalb empfiehlt es sich, eine Berufsunfähigkeits-Versicherung so früh wie möglich abzuschließen. Diverse Versicherungen machen hier bereits spezielle Angebote für Auszubildende, Schüler und Studenten mit zunächst kürzeren Laufzeiten. Diese Verträge können dann ohne erneute Gesundheitsfragen verlängert bzw. optimiert werden. Nützlich ist es hierbei ohnehin, einen Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung zu nutzen und sich in Fragen der BU-Versicherung beraten zu lassen, am besten von mehreren Stellen. Es wäre äußerst unklug, im späteren Verlauf die Versicherung kündigen und dann erneut woanders abschließen zu müssen.